Montag, 26. September 2016

Wartezeiten und Zwischenräume

Hallo ihr lieben Blogleser!

Es ist eine Weile her, dass es etwas von mir zu sehen gab, da dachte ich mir, ich zeige mal, dass ich in der ganzen Zeit nicht nichts getan hätte (da ich momentan auf den Studienbeginn warte, werde ich oft gefragt, ob ich denn nicht viel zeichnen und malen würde, jetzt, wo ich frei habe... und vielleicht tue ich das nicht so viel, wie ich mir das eigentlich vorgestellt habe, aber nichts tue ich auch nicht!).
Jedenfalls habe ich unter anderem diese beiden... nennen wir es mal "Collagen" für meine Eltern gemacht.
Quasi "Mixed Media" auf Passepartoutkarton-Resten. Sie sind nicht sonderlich groß, in etwa A4.


Außerdem bin ich gerade dabei, ein weiteres XXL-Projekt zu realisieren ;)
Dazu demnächst dann mehr hier, falls Interesse besteht (kann man nie genau wissen, wenn niemand reagiert).


Habt eine gute Woche und genießt den noch relativ goldenen Herbst!

Miri



Freitag, 23. September 2016

Schwestern der Wahrheit - Susan Dennard

Rezension zu "Schwestern der Wahrheit"
von Susan Dennard



Hardcover, 512 Seiten
Penhaligon Verlag (22. August 2016)
ISBN-13: 978-3764531348
Originaltitel: Truthwitch (Witchland 1)
Band 1

 

Worum geht's?


"Ich werde dir immer folgen, Safi, und du wirst mir immer folgen. Strangschwestern bis zum Ende."
(S. 451)
Iseult und Safis sind Strangschwestern - beste Freundinnen, die alles gemeinsam durchstehen. Beide besitzen mächtige Gaben: Iseult kann die Gefühle anderer Menschen als Stränge wahrnehmen, Safi spürt, ob etwas wahr oder erlogen ist.
Alles, was die beiden wollen, ist, sich ein freies, unabhängiges Leben aufzubauen.
Doch dann finden sie sich plötzlich auf der Flucht wieder: Denn Safis Wahrmagie ist selten und würde sie für viele Machthaber zu einer unschätzbaren Waffe machen ...

Was mich neugierig gemacht hat:


Mit der großen Ankündigung dieses Reihenstarts, dem hübschen Cover und der Erwartung einer fesselnden, gut erzählten Geschichte über eine besondere Freundschaft war die Neugier gleich geweckt.
Vom Stil her hatte ich ein bisschen den Eindruck, dass es in die Richtung von Sarah J. Maas gehen würde, was lustig ist, da ich erst später beim Lesen der Danksagung erfahren habe, dass die Autorin ihre beste Freundin ist.

Wie es mir gefallen hat:


Ich gebe zu, am Anfang hat es ein wenig gedauert, bis ich mit den "Schwestern der Wahrheit" warm geworden bin. Die Geschichte startet mitten im Geschehen, was ich an sich immer gut finde, aber um mich in den Magislanden zurechtzufinden, war mir der Start erst mal ein wenig zu rasant. Es war noch etwas schwierig, der Handlung zu folgen, weil so viele offene Fragen in meinem Kopf herumschwirrten.
In vielen Fantasybüchern findet man ja ein Glossar, aber hier sucht man vergeblich danach. Ich denke, es hätte ich schon gelohnt, zumindest eine kleine Übersicht hinten im Buch zusammenzustellen. Zumindest gibt es eine Landkarte, die auf jeden Fall auch schon ein wenig zur besseren Orientierung beiträgt.

Doch so komplex die Hintergrundwelt am Anfang erscheint, so faszinierend gestaltet sie sich im weiteren Verlauf. Es gibt verschiedene Reiche, verschiedene Herrscher und mehr als einen Strippenzieher hinter den Kulissen.
Obwohl die Elemente, Gefühle sehen und Wahrheit erkennen zu können, ja nicht vollkommen neu sind, hat mir die Umsetzung sehr gefallen. Die Fähigkeiten der Mädchen fließen immer wieder mit ein und werden sehr anschaulich beschrieben.

Die Autorin schreibt in den Danksagungen, dass es ihr wichtig war, zu zeigen, wie monumental Freundschaft sein kann, und genau das zeigt das Buch auch. Es ist schön, dass hier wirklich die Verbindung zwischen Safi und Iz absolut im Vordergrund steht und nicht hinter etwaigen Liebesgeschichten zurücktritt.

Auch die Erzählweise hat es mir angetan - personal verfolgt der Leser nicht nur Safis und Iseults Gedanken, sondern auch noch die zweier männlicher Protagonisten: des Mönchs Aeduan und die des Prinzen Merik. Durch die verschiedenen Blickwinkel wird die Geschichte sehr vielseitig und abwechslungsreich.

(Für wen) Lohnt es sich?


Das Buch ist für Fantasyleser in allen Altersstufen ab ca. 16 Jahren zu empfehlen, die sich auf eine Welt einlassen können, in der sich Hintergründe und Zusammenhänge erst nach und nach erschließen.
 

In einem Satz:


"Schwestern der Wahrheit" ist ein solider Fantasy-Reihenauftakt, der bekannte Elemente erfrischend neu umsetzt und eine spannende Geschichte hineinzieht, sobald man in die fremde Welt, über die vorerst nicht viel erklärt wird, hineingefunden hat.


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag! 


Donnerstag, 15. September 2016

Goddess of Poison - Melinda Salisbury

Rezension zu "Goddess of Poison - Tödliche Berührung"
von Melinda Salisbury

Hardcover, 352 Seiten 
 bloomoon (19. September 2016)
ISBN-13: 978-3845815138
Preis: 17,99 €
Originaltitel: The Sin Eater's Daughter
Band 1 von 3
 

Worum geht's?


"... Dass du die Gottgleiche Daunen bist, bedeutet nicht nur, dass du singen und beten musst. Nicht nur der Morgenandorn ist deine Prüfung, es stehen dir noch andere bevor. Das Gift und du, ihr habt noch eine andere Bestimmung."
(S. 17)

Twylla ist siebzehn und trotz ihres jungen Alters schon in einer außergewöhnlichen Position: Sie verkörpert Daunen, die Tochter der Götter und soll dem Königreich Lormere Stabilität verleihen und durch eine Vermählung mit dem Kronprinzen später seine Herrscherin werden. 
Doch Twylla ist auch eine mächtige Waffe - nur sie kann den Morgenandorn trinken, ein tödliches Gift, und dabei überleben, und jeder, der von ihr berührt wird, stirbt. 
Die Menschen begegnen Twylla zwar mit Ehrfurcht, aber vor allem mit Angst, und jeder, der mit ihr in Kontakt kommt, ist stetig in Gefahr. Doch dann durchbricht ein Mensch ihre Isolation: Lief, der neue Wächter, der zu Twyllas Schutz abgestellt wird. Er kommt aus dem Nachbarland und stellt alles, woran Twylla glaubt, infrage. Was ist wirklich Twyllas Bestimmung?

Was mich neugierig gemacht hat:


Was mich an diesem Buch sofort angesprochen hat, ist die Giftthematik - die Zusammenfassung hat mich ein wenig an die "Shatter me"-Trilogie von Tahereh Mafi erinnert, die ich über alles liebe, und ich habe mir hier eine ähnlich faszinierende Geschichte erhofft.
Außerdem ist das Cover ein echter Eyecatcher, der sofort Lust auf das Buch weckt. Motiv und Stimmung sind hier sehr gut gewählt und wenn man den Umschlag näher betrachtet, scheint er fast einen 3D-Effekt zu haben.

Wie es mir gefallen hat:


Trotz der großen Auswahl an Büchern aus diesem Genre ist es selten, dass man auf etwas stößt wie dieses Buch. Es besitzt seine ganz eigene Genialität, und die besteht darin, dass es keine "hübsche" Geschichte ist. Zwischen den vielen netten Prinzessinnengeschichten, glatten Romanzen und träumerisch märchenlastigen Storys eckt "Goddess of Poison" ein bisschen an - und das gefällt mir.

Die Atmosphäre ist ein wenig speziell - geschichtsträchtige Königreiche und alte Sagen treffen auf Elemente, die fast schon skurril sind und für eine eher bedrohliche, dunkle Stimmung sorgen. Um den Eindruck beim Lesen zu beschreiben: Wenn ich mir dieses Buch als Film vorstelle, würde ich auf Tim Burton in der Regie tippen.

Ich persönlich mag Fantasy sehr gern, mache um alles, was mit irgendwelchen magischen Göttern zu tun hat, aber normalerweise einen großen Bogen. In diesem Fall gestaltet sich das Ganze jedoch etwas anders, als man bei dem Titel zunächst erwarten würde, und der Fokus liegt ganz klar auf den Menschen und ihren Motiven und Wünschen.

Das Buch ist eher ruhig - das heißt nicht, dass die Handlung dahinplätschert, aber Hintergründe, Rückblenden, Dialoge und innere Entwicklungen haben hier deutlich Vorrang vor Kampfszenen oder ähnlichem. Das ist sicherlich Geschmackssache; mir selbst hat das sehr gut gefallen. 

Das Einzige, womit ich nicht ganz zufrieden bin, ist Twyllas Entwicklung. Dass sie ihr Leben lang vorgesetzt bekommen hat, wer sie zu sein und was sie zu tun hat, hat sie stark geprägt, und daher ist es verständlich, dass sie sich selbst erst nach und nach entdeckt. Dennoch hätte ich mir in diesem Punkt etwas mehr Tiefe gewünscht - sie wirkte stellenweise doch etwas zu naiv, leichtfertig und ich konnte ihre Gefühle und Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.

Das Ende ist stimmig und macht neugierig auf mehr. 
Trotz minimaler Kritikpunkte insgesamt ein fast schon brillantes Buch!

(Für wen) Lohnt es sich?


"Goddess of Poison" lohnt sich meiner Meinung nach sehr. Es ist außergewöhnlich, originell, aber auch ein bisschen schräg und düster. Wer sich bei diesen Worten angesprochen fühlt und gern in interessante Fantasywelten eintaucht, sollte hier unbedingt zugreifen!
Für Jugendliche ab ca. 15 Jahren aber auf jeden Fall auch für erwachsene Fantasyleser zu empfehlen.
 

In einem Satz:


Der erste Band der "Goddess of Poison"-Trilogie setzt mehr auf ruhige Töne als auf Actionszenen, überzeugt  durch die faszinierend andersartige Hintergrundwelt und eine fesselnde Atmosphäre und ist gerade durch seine Einzigartigkeit absolut lesenwert.


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag und Vorablesen! 


 

Donnerstag, 8. September 2016

Der Sommer, der uns trennte - Cat Jordan

  Rezension zu "Der Sommer, der uns trennte"
von Cat Jordan



Taschenbuch, 304 Seiten 
HarperCollins Germany (15. August 2016)
ISBN-13: 978-3959670371
Preis: 14,99 €

Originaltitel: The Leaving Season

Kostenlose XXL-Leseprobe & Bestellmöglichkeit 

 

Worum geht's?


Ich starrte Lee einen Moment lang an. Sein Lächeln war weich, seine braunen Augen schimmerten im harten Licht der Garage, ungeschützt und schockierend offen. In diesem Moment hätte ich ihn alles fragen können, und er hätte geantwortet. Aber was wollte ich ihn fragen? Was wollte ich wirklich über Nates und Lees Freundschaft wissen?
Vielleicht war es für Lee besser, wenn er seine Geheimnisse für sich behielt. (S. 110)

Middie hat ihre Zukunft fest geplant - und für diese Zukunft ist ihr Freund Nate der Dreh- und Angelpunkt. Nur noch ein Jahr trennt sie von der Verwirklichung ihrer Pläne, denn Nate geht für diese Zeit für eine gemeinnützige Organisation nach Honduras. Doch dann geschieht etwas Schreckliches, und Nate wird vermisst. Ist er tot? Je mehr Zeit vergeht, desto wahrscheinlicher wird es, dass Middie ihn nicht wiedersehen wird. In ihrem Schmerz und ihrer Angst versteht sie nur Lee, Nates bester Freund. Doch darf zwischen den beiden mehr sein als der Versuch, über den Verlust hinwegzukommen?

Was mich neugierig gemacht hat:


Das Buch ist auf meiner Leseliste für diesen Sommer gelandet, weil es einen so schön sommerlichen Eindruck gemacht hat und ich nach dem Lesen des Klappentextes neugierig war, in welche Richtung die Autorin die Geschichte entwickeln würde. Ob Nate wirklich tot ist? Oder hat er es irgendwie geschafft? Und was wird das eine oder das andere für Middie bedeuten?

Wie es mir gefallen hat:


Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich war positiv überrascht, dass in den ersten Kapiteln Nate noch zu Hause ist, sodass wir ihn nicht nur aus Middies Erinnerung erleben, sondern wirklich nachvollziehbar wird, wie tief die Verbindung zwischen den beiden ist.
Die Autorin hat eine sehr angenehme Art zu erzählen - besonders zu Beginn sind viele kleine Details aus der Vergangenheit und dem Leben der Figuren eingeflochten, sodass sie sehr lebensecht wirken.

Auch Nates bester Freund Lee war zunächst eine Überraschung. Mit seinem schlechten Ruf als absolute Niete ist er ganz anders als der beliebte Nate. Er wirft Middie vor, sich in seine Freundschaft zu Nate zu drängen, und Middie kann ihn nicht ausstehen. Man hat nicht das Gefühl, dass sich das je ändern könnte.

Nates Verschwinden stellt einen Bruch in der Geschichte da. In der Zeit danach sind es nicht die Versuche von Middies Freundinnen, die ihr wieder auf die Füße helfen, auch nicht der Rückhalt ihrer Familie, sondern Lee. Gemeinsam unternehmen sie Dinge, die Lee immer gern mit Nate tun wollte, und kommen sich dabei näher. Diese Annäherung kam für mich allerdings eher unvermittelt und nicht wirklich nachvollziehbar - gerade weil die beiden bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht miteinander klarkamen. Langsam machte sich in mir die Befürchtung breit, dass das Ganze auf eine typische "Selbstfindungs-man-muss-sich-unbedingt-ausprobieren-Moral" hinauslaufen würde, und so war es dann leider auch.
Natürlich ist es eine schöne Entwicklung, dass Middie durch Lee ihre Trauer verarbeiten kann, und er durch sie. Aber ihre neue, angeblich so lustige und spontane Art, fand ich doch eher erzwungen und mehr pubertär als persönlichkeitsbildend.

Es gab ein paar der üblichen Klischees wie, dass Lee versucht, Middie beizubringen, einen Schaltwagen zu fahren und ähnliches. Unterdessen gingen ein paar Dinge, die interessant gewesen wären, leider etwas unter. Lees schwierige familiäre Hintergründe wurden beispielsweise nur angerissen.
Zum Ende hin hat mir der Verlauf der Geschichte leider nicht mehr gefallen und ich habe mich sehr über Middie geärgert. Sie hält sich Lee auf Abruf warm und der lässt das größtenteils mit sich machen. Die beiden suchen das Abenteuer, aber nie das Gespräch. 
Middie wird unehrlich, zeigt sich uneinsichtig und unglaublich passiv, als es an der Zeit wäre, reinen Tisch zu machen. 

Auch für den Schluss hätte ich mir etwas anderes erhofft. Middie hätte vielleicht erst mal für sich herausfinden sollen, wer sie wirklich sein will. Ihre Zukunft und die Konsequenzen ihrer letztendlichen Entscheidung für ihr Umfeld werden leider ausgelassen.

(Für wen) Lohnt es sich?


Leider kann ich persönlich das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen. "Der Sommer, der uns trennte" ist ein kurzweiliger Roman, hat aber einige Schwächen und ist nichts, was man unbedingt gelesen haben muss.
Trotzdem bin ich gespannt auf weiteren Lesestoff von der Autorin, da mir der Schreibstil gut gefallen hat.
 

In einem Satz:


"Der Sommer, der uns trennte" bekommt von mir zweieinhalb Sterne für einen vielversprechenden Einstieg, nach dem die Protagonistin sich leider mehr und mehr zur Egoistin entwickelt und mehr und mehr Szenen zu gewollt wirken.


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar für die Leserunde an:

Donnerstag, 25. August 2016

Eines Tages werden wir tanzen - Denise Hunter

  Rezension zu "Eines Tages werden wir tanzen"
von Denise Hunter

Broschiert, 320 Seiten
Verlag der Francke-Buchhandlung (1. Juni 2016)
ISBN-13: 978-3868275940
Preis: 14,95 €
 
Originaltitel: Dancing with fireflies
Band 2 von 4, aber auch als Standalone möglich
 Band 1 = "Barfuß am See"
 

Worum geht's?

 
Von dem fröhlichen, lebensfrohen Mädchen, das im Garten mit den Glühwürmchen getanzt hat, ist nicht viel geblieben - als Jade McKinley nach Hause nach Chapel Springs zurückkehrt, ist sie von tiefem Verlust und zerbrochenen Träumen gekennzeichnet. Noch dazu gibt es etwas, das sie ihrer Familie bisher verheimlicht hat: Sie ist schwanger. 
Weil sie niemals wieder den Schmerz eines gebrochenen Herzens erleben will, fasst Jade einen Plan. Sie will heiraten, einen Vater für ihr Kind finden, doch verlieben wird sie sich nicht.
Sie bittet Daniel, den besten Freund ihres Bruders, ihr bei der Suche zu helfen - kein leichtes Unterfangen für ihn, da er schon lange Gefühle für Jade hat ...
 

Was mich neugierig gemacht hat:

 
Ich wollte schon länger mal ein Buch von Denise Hunter lesen und entdecke außerdem wegen meines Praktikums nächstes Jahr gerade das Francke-Programm für mich. 
Als ich gesehen habe, dass es zu "Eines Tages werden wir tanzen" eine Leserunde gab und man das Buch auch als Standalone lesen kann, habe ich mich beworben und hatte Glück. 
 
Von der Geschichte her weicht das Buch auf jeden Fall von meinem üblichen Beuteschema ab - es ist ganz klar ein typischer Frauenroman mit Liebesgeschichte im absoluten Fokus. 
Doch auch wenn diese Erwartung zum Teil zutrifft, hat mich das Buch richtig überraschen können.

Wie es mir gefallen hat:


Ja, ich habe mich auf dieses Buch gefreut, aber mir war nicht klar, dass ich es derart verschlingen würde! 
Meine Befürchtungen, es könnte sich damit, dass Jade Daniels Gefühle für sie nicht erkennt, etwas in die Länge ziehen, haben sich nicht bewahrheitet. Da die Geschicht personal aus Jades, aber auch passagenweise aus Daniels Perspektive geschrieben ist, weiß man von Anfang an, wo die beiden stehen und fiebert ununterbrochen mit.

Die Charaktere sind toll. Die McKinley-Familie hat auf mich einen sehr sympathischen und herzlichen Eindruck gemacht, Jade ist trotz ihrer schlimmen Erfahrungen eine sehr starke Frau und Daniel - na ja, bei dem frage ich mich, ob es so jemanden auch im realen Leben geben kann :D

Das Buch behandelt ernste Themen, aber bevor ich begonnen habe, war mir nicht klar, dass es mich auch so oft zum Lachen bringen würde. An anderen Stellen wiederum will man sich als Leser einfach nur die Haare raufen. Das Ganze ist sehr einfühlsam und emotional erzählt - großes Lob an die Autorin!
Christliche Werte spielen eine Rolle, drängen dem Leser aber nichts auf und fließen mehr automatisch als explizit mit ein.

Das Einzige, was ich persönlich ein bisschen zu viel war, war die Dramatik am Ende, und an einigen Stellen ist die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu stark ins Kitschige gerutscht. Die große Aussprache wirkte ein wenig konstruiert - so ein Gespräch könnte ich mir in der Wirklichkeit kaum vorstellen.

Insgesamt konnte ich das Buch kaum weglegen und habe das Lesen sehr genossen. 
Das Buch steht für sich; in den anderen Bänden der Reihe, die hoffentlich bald weiter übersetzt wird, geht es jeweils um ein anderes Geschwisterkind aus der McKinley-Familie. Ich freue mich schon sehr auf weitere Geschichten dieser Art!

(Für wen) Lohnt es sich?


Das beantworte ich mit einem großen JA! 
Wer Geschichten wie Cecelia Aherns "Für immer vielleicht" ("Love, Rosie") oder "Zwei an einem Tag" von David Nicholls mag, in denen die Protagonisten durch aberwitzige und manchmal tragische Umstände einfach nicht zusammenzufinden scheinen, ist hier an der richtigen Adresse.
Auch sonst kann ich das Buch jedem empfehlen, der Lust auf einen realistischen Liebesroman hat, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
 

In einem Satz:


"Eines Tages werden wir tanzen" ist eine unglaublich gut umgesetzte Liebesgeschichte, die in ihrer emotionalen Bandbreite alles zu bieten hat und mich sehr neugierig auf die weiteren Bände der "Chapel Springs"-Reihe zurücklässt, auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist.


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar für die Leserunde an:

Mittwoch, 17. August 2016

Gläsernes Schwert - Victoria Aveyard

Rezension zu "Gläsernes Schwert"
(Die Farben des Blutes, Band 2) von Victoria Aveyard


Hardcover, 576 Seiten
Carlsen (1. Juli 2016)
ISBN-13: 978-3551583277
Originaltitel: Glass Sword
Band 2, Serie: Die Farben des Blutes

Worum geht's?


Ich kenne so ein Leben allzu gut. Aber ich habe diesen Pfad verlassen. Ich bin keine Diebin mehr. Ich bin die Blitzwerferin und habe mehr Ideale, als ich zählen kann. Unabhängigkeit, Rache, Freiheit, alles, was die Funken in mir nährt, und die Entschlossenheit, die mich antreibt.
(S. 247)

Mare hat viel verloren. Von Maven verfolgt, arbeitet sie nun mit der Scharlachroten Garde zusammen. Doch für die Rebellen stellt sie mehr eine mächtige Waffe dar als eine echte Verbündete.
Während sie gegen ihre schlimmsten Erinnerungen und die Einsamkeit kämpft, verfolgt sie ihren eigenen Plan: Die anderen Roten finden, die, wie sie, besondere Fähigkeit haben, und sie für den Kampf gegen Mavens Schreckensherrschaft gewinnen.
Kann sie gegen ihre Gegner bestehen, ohne sich dabei selbst zu verlieren?

Was mich neugierig gemacht hat:


Der erste Band hat mich letztes Jahr sehr begeistern können, und ich habe der Fortsetzung gespannt entgegengefiebert. Victoria Aveyard schreibt einfach unglaublich gut, auch wenn ich mich mit mancher ihrer Figuren wohl nie anfreunden werde.

Wie es mir gefallen hat:


Ich hatte keine genaue Vorstellung davon, wie die Handlung wohl fortgesetzt werden würde, aber die Art, für die die Autorin sich entschieden hat, hat mich sehr überrascht. Band 2 ist im Gesamtbild einfach ganz anders als der Vorgänger - viel düsterer, kriegerischer und strategischer.
Das royale Silbernen-Umfeld, das wir aus dem ersten Band kennen, spielt hier kaum noch eine Rolle.

Es geht nahtlos dort weiter, wo wir Cal und Mare nach dem Kampf in der Todesarena verlassen haben. Einige Details hatte ich nicht mehr so gut im Kopf. An der einen oder anderen Stelle hätte mich da ein Satz zur Erinnerungsauffrischung gefreut.
Die anfänglichen Szenen waren gut beschrieben, mir persönlich aber schon fast zu ausführlich. Das gilt auch für spätere Passagen im Buch. Man erfährt hier viel mehr über die Hintergrundwelt und die verschiedenen Städte und Regionen. Das ist alles sehr durchdacht und gut angelegt, sorgt aber auch für einige Längen in dem doch sehr umfangreichen Buch.

Der beste Aspekt an diesem Band war für mich die Suche nach den sogenannten Neublütern. Hier kamen ein paar spannende Charaktere und Talente hinzu.
Daneben lag der Fokus aber zu sehr auf Mares Innensicht - in einem ewigen Gedankenkarussell versucht sie zu verarbeiten, was sie erleiden musste. Ihre Einstellung wird immer negativer und sie definiert sich nur noch über ihre Fähigkeit (die sie dann aber manchmal plötzlich auch wieder als abstoßende Mutation sieht). Es geht immer nur um sie und ihre Probleme, und sie stößt mit ihrem unmöglichen Verhalten alle anderen von sich. Von den vielen Morden, die sie begangen hat und begeht, wird sie zwar noch verfolgt, bereut aber nichts und sieht sich als wervoller an als ihre Opfer.
Ihr eigentlicher Plan, wenn sie die Neublüter versammelt hat, hat sich mir bis zum Ende nicht wirklich erschlossen.

Insgesamt hatte ich beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl, darauf zu warten, dass es endlich "losgeht". Zu viele Szenen gingen glatt, sodass man auch nicht mehr wirklich um die Charaktere gefürchtet hat.
Das Ende hat mich dann aber noch einmal an die Seiten fesseln können und mich schließlich auf jeden Fall so zurückgelassen, dass ich unbedingt wissen will, wie Victoria Aveyard die Geschichte weiterführen wird.

(Für wen) Lohnt es sich?


Es lohnt sich für alle Fans der Reihe, die wissen wollen, wie es weitergeht - man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass Band 2 andere Schwerpunkte setzt und eine ganz andere Atmospähre mitbringt als der Auftakt der Serie.
 

In einem Satz:


"Gläsernes Schwert" ist eine beeindruckend durchdachte Fortsetzung, die aber eine andere Richtung einschlägt als Band 1 und einige Längen sowie eine manchmal etwas zermürbende Entwicklung der Hauptfigur aufweist.


Freitag, 5. August 2016

Jake Gyllenhaal

"Jake Gyllenhaal", 21 x 29,7 cm, Bleistift auf Bristolkarton, 2016

Einen wunderschönen Freitagmittag zusammen :)

Heute gib't mal wieder eine klassische Schwarz-Weiß-Zeichnung von mir zu sehen und zwar den Schauspieler Jake Gyllenhaal.
War ein Geschenk für eine liebe Freundin ;)
Mehr habe ich heute nicht zu sagen, vielleicht wollt ihr mir ja was mitteilen?

Alles Liebe und einen guten Start ins hoffentlich sonnige Wochenende!
Miriam
 
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