Donnerstag, 25. August 2016

Eines Tages werden wir tanzen - Denise Hunter

  Rezension zu "Eines Tages werden wir tanzen"
von Denise Hunter

Broschiert, 320 Seiten
Verlag der Francke-Buchhandlung (1. Juni 2016)
ISBN-13: 978-3868275940
Preis: 14,95 €
 
Originaltitel: Dancing with fireflies
Band 2 von 4, aber auch als Standalone möglich
 Band 1 = "Barfuß am See"
 

Worum geht's?

 
Von dem fröhlichen, lebensfrohen Mädchen, das im Garten mit den Glühwürmchen getanzt hat, ist nicht viel geblieben - als Jade McKinley nach Hause nach Chapel Springs zurückkehrt, ist sie von tiefem Verlust und zerbrochenen Träumen gekennzeichnet. Noch dazu gibt es etwas, das sie ihrer Familie bisher verheimlicht hat: Sie ist schwanger. 
Weil sie niemals wieder den Schmerz eines gebrochenen Herzens erleben will, fasst Jade einen Plan. Sie will heiraten, einen Vater für ihr Kind finden, doch verlieben wird sie sich nicht.
Sie bittet Daniel, den besten Freund ihres Bruders, ihr bei der Suche zu helfen - kein leichtes Unterfangen für ihn, da er schon lange Gefühle für Jade hat ...
 

Was mich neugierig gemacht hat:

 
Ich wollte schon länger mal ein Buch von Denise Hunter lesen und entdecke außerdem wegen meines Praktikums nächstes Jahr gerade das Francke-Programm für mich. 
Als ich gesehen habe, dass es zu "Eines Tages werden wir tanzen" eine Leserunde gab und man das Buch auch als Standalone lesen kann, habe ich mich beworben und hatte Glück. 
 
Von der Geschichte her weicht das Buch auf jeden Fall von meinem üblichen Beuteschema ab - es ist ganz klar ein typischer Frauenroman mit Liebesgeschichte im absoluten Fokus. 
Doch auch wenn diese Erwartung zum Teil zutrifft, hat mich das Buch richtig überraschen können.

Wie es mir gefallen hat:


Ja, ich habe mich auf dieses Buch gefreut, aber mir war nicht klar, dass ich es derart verschlingen würde! 
Meine Befürchtungen, es könnte sich damit, dass Jade Daniels Gefühle für sie nicht erkennt, etwas in die Länge ziehen, haben sich nicht bewahrheitet. Da die Geschicht personal aus Jades, aber auch passagenweise aus Daniels Perspektive geschrieben ist, weiß man von Anfang an, wo die beiden stehen und fiebert ununterbrochen mit.

Die Charaktere sind toll. Die McKinley-Familie hat auf mich einen sehr sympathischen und herzlichen Eindruck gemacht, Jade ist trotz ihrer schlimmen Erfahrungen eine sehr starke Frau und Daniel - na ja, bei dem frage ich mich, ob es so jemanden auch im realen Leben geben kann :D

Das Buch behandelt ernste Themen, aber bevor ich begonnen habe, war mir nicht klar, dass es mich auch so oft zum Lachen bringen würde. An anderen Stellen wiederum will man sich als Leser einfach nur die Haare raufen. Das Ganze ist sehr einfühlsam und emotional erzählt - großes Lob an die Autorin!
Christliche Werte spielen eine Rolle, drängen dem Leser aber nichts auf und fließen mehr automatisch als explizit mit ein.

Das Einzige, was ich persönlich ein bisschen zu viel war, war die Dramatik am Ende, und an einigen Stellen ist die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu stark ins Kitschige gerutscht. Die große Aussprache wirkte ein wenig konstruiert - so ein Gespräch könnte ich mir in der Wirklichkeit kaum vorstellen.

Insgesamt konnte ich das Buch kaum weglegen und habe das Lesen sehr genossen. 
Das Buch steht für sich; in den anderen Bänden der Reihe, die hoffentlich bald weiter übersetzt wird, geht es jeweils um ein anderes Geschwisterkind aus der McKinley-Familie. Ich freue mich schon sehr auf weitere Geschichten dieser Art!

(Für wen) Lohnt es sich?


Das beantworte ich mit einem großen JA! 
Wer Geschichten wie Cecelia Aherns "Für immer vielleicht" ("Love, Rosie") oder "Zwei an einem Tag" von David Nicholls mag, in denen die Protagonisten durch aberwitzige und manchmal tragische Umstände einfach nicht zusammenzufinden scheinen, ist hier an der richtigen Adresse.
Auch sonst kann ich das Buch jedem empfehlen, der Lust auf einen realistischen Liebesroman hat, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
 

In einem Satz:


"Eines Tages werden wir tanzen" ist eine unglaublich gut umgesetzte Liebesgeschichte, die in ihrer emotionalen Bandbreite alles zu bieten hat und mich sehr neugierig auf die weiteren Bände der "Chapel Springs"-Reihe zurücklässt, auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist.


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar für die Leserunde an:

Mittwoch, 17. August 2016

Gläsernes Schwert - Victoria Aveyard

Rezension zu "Gläsernes Schwert"
(Die Farben des Blutes, Band 2) von Victoria Aveyard


Hardcover, 576 Seiten
Carlsen (1. Juli 2016)
ISBN-13: 978-3551583277
Originaltitel: Glass SwordBand 2, Serie: Die Farben des Blutes

Worum geht's?


Ich kenne so ein Leben allzu gut. Aber ich habe diesen Pfad verlassen. Ich bin keine Diebin mehr. Ich bin die Blitzwerferin und habe mehr Ideale, als ich zählen kann. Unabhängigkeit, Rache, Freiheit, alles, was die Funken in mir nährt, und die Entschlossenheit, die mich antreibt.
(S. 247)

Mare hat viel verloren. Von Maven verfolgt, arbeitet sie nun mit der Scharlachroten Garde zusammen. Doch für die Rebellen stellt sie mehr eine mächtige Waffe dar als eine echte Verbündete.
Während sie gegen ihre schlimmsten Erinnerungen und die Einsamkeit kämpft, verfolgt sie ihren eigenen Plan: Die anderen Roten finden, die, wie sie, besondere Fähigkeit haben, und sie für den Kampf gegen Mavens Schreckensherrschaft gewinnen.
Kann sie gegen ihre Gegner bestehen, ohne sich dabei selbst zu verlieren?

Was mich neugierig gemacht hat:


Der erste Band hat mich letztes Jahr sehr begeistern können, und ich habe der Fortsetzung gespannt entgegengefiebert. Victoria Aveyard schreibt einfach unglaublich gut, auch wenn ich mich mit mancher ihrer Figuren wohl nie anfreunden werde.

Wie es mir gefallen hat:


Ich hatte keine genaue Vorstellung davon, wie die Handlung wohl fortgesetzt werden würde, aber die Art, für die die Autorin sich entschieden hat, hat mich sehr überrascht. Band 2 ist im Gesamtbild einfach ganz anders als der Vorgänger - viel düsterer, kriegerischer und strategischer.
Das royale Silbernen-Umfeld, das wir aus dem ersten Band kennen, spielt hier kaum noch eine Rolle.

Es geht nahtlos dort weiter, wo wir Cal und Mare nach dem Kampf in der Todesarena verlassen haben. Einige Details hatte ich nicht mehr so gut im Kopf. An der einen oder anderen Stelle hätte mich da ein Satz zur Erinnerungsauffrischung gefreut.
Die anfänglichen Szenen waren gut beschrieben, mir persönlich aber schon fast zu ausführlich. Das gilt auch für spätere Passagen im Buch. Man erfährt hier viel mehr über die Hintergrundwelt und die verschiedenen Städte und Regionen. Das ist alles sehr durchdacht und gut angelegt, sorgt aber auch für einige Längen in dem doch sehr umfangreichen Buch.

Der beste Aspekt an diesem Band war für mich die Suche nach den sogenannten Neublütern. Hier kamen ein paar spannende Charaktere und Talente hinzu.
Daneben lag der Fokus aber zu sehr auf Mares Innensicht - in einem ewigen Gedankenkarussell versucht sie zu verarbeiten, was sie erleiden musste. Ihre Einstellung wird immer negativer und sie definiert sich nur noch über ihre Fähigkeit (die sie dann aber manchmal plötzlich auch wieder als abstoßende Mutation sieht). Es geht immer nur um sie und ihre Probleme, und sie stößt mit ihrem unmöglichen Verhalten alle anderen von sich. Von den vielen Morden, die sie begangen hat und begeht, wird sie zwar noch verfolgt, bereut aber nichts und sieht sich als wervoller an als ihre Opfer.
Ihr eigentlicher Plan, wenn sie die Neublüter versammelt hat, hat sich mir bis zum Ende nicht wirklich erschlossen.

Insgesamt hatte ich beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl, darauf zu warten, dass es endlich "losgeht". Zu viele Szenen gingen glatt, sodass man auch nicht mehr wirklich um die Charaktere gefürchtet hat.
Das Ende hat mich dann aber noch einmal an die Seiten fesseln können und mich schließlich auf jeden Fall so zurückgelassen, dass ich unbedingt wissen will, wie Victoria Aveyard die Geschichte weiterführen wird.

(Für wen) Lohnt es sich?


Es lohnt sich für alle Fans der Reihe, die wissen wollen, wie es weitergeht - man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass Band 2 andere Schwerpunkte setzt und eine ganz andere Atmospähre mitbringt als der Auftakt der Serie.
 

In einem Satz:


"Gläsernes Schwert" ist eine beeindruckend durchdachte Fortsetzung, die aber eine andere Richtung einschlägt als Band 1 und einige Längen sowie eine manchmal etwas zermürbende Entwicklung der Hauptfigur aufweist.


Freitag, 5. August 2016

Jake Gyllenhaal

"Jake Gyllenhaal", 21 x 29,7 cm, Bleistift auf Bristolkarton, 2016

Einen wunderschönen Freitagmittag zusammen :)

Heute gib't mal wieder eine klassische Schwarz-Weiß-Zeichnung von mir zu sehen und zwar den Schauspieler Jake Gyllenhaal.
War ein Geschenk für eine liebe Freundin ;)
Mehr habe ich heute nicht zu sagen, vielleicht wollt ihr mir ja was mitteilen?

Alles Liebe und einen guten Start ins hoffentlich sonnige Wochenende!
Miriam
 
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Samstag, 30. Juli 2016

In einer Sommernacht wie dieser - Tanja Heitmann

  Rezension zu "In einer Sommernacht wie dieser"
von Tanja Heitmann



Hardcover, 368 Seiten
Friedrich Oetinger Verlag (25. Juli 2016)
ISBN-13: 978-3789137310
Mehr Infos & Leseprobe

Worum geht's?


"Alles klar?", fragte Leo, wobei sie nicht recht wusste, was genau sie damit meinte. Alexei erwiderte stumm ihren Blick. Da war etwas im Blau seiner Augen ... Wie ein Strudel, der einen mitriss, ehe man auch nur einen Gedanken an die Gefahr verschwenden konnte. (S. 13)
Endlich eine entspannte Zeit mit ihrem Vater - das ist, was Leo Kressberg sich von den Ferien in der Villa am See erhofft hat. Doch wie so oft scheint sie für ihn doch wieder nur eine Nebenrolle zu spielen. Stattdessen passiert etwas, das Leo absolut nicht erwartet hat: Sie verliebt sich. In Alexei, den Assistenten des Gärtners, der so undurchschaubar ist und zu dem sie doch vom ersten Moment an eine besondere Verbindung spürt. Als ein Mord den kleinen Ort erschüttert, muss sie sich fragen, ob sie Alexei wirklich gut genug kennt, um ihn vertrauen zu können - denn die Tatsachen sprechen gegen ihn ...

Was mich neugierig gemacht hat:


Dieses Buch ist auf meiner Sommerliste gelandet, weil ich zur Zeit zwischen Fantasy und SciFi immer wieder ganz gern mal zu einem spannenden realistischen Buch greife und dieser Titel natürlich perfekt zur Jahreszeit passt. Ich finde das Cover sehr atmosphärisch, auch wenn es die düstere Seite der Geschichte vielleicht etwas außer Acht lässt - es hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht.
Tanja Heitmann gehört zu den Autoren, deren Namen mir schon öfter untergekommen sind, von denen ich aber noch nichts gelesen habe. Da mich die Geschichte gleich angesprochen hat, wollte ich das endlich ändern und hatte Glück bei der Verlosung für eine Leserunde.

Wie es mir gefallen hat:


"Atmosphärische Romantik mit einer guten Portion Thrill" - so das Werbeversprechen zum Buch. Ich denke, das fasst es tatsächlich ziemlich gut zusammen, wobei passagenweise doch das Hauptaugenmerk mehr auf der Liebesgeschichte liegt. Dennoch ist es gerade die Kombination, die dem Buch seinen Pageturner-Charakter verleiht.

Die Hintergrundgeschichte fand ich sehr geschickt aufgebaut. Es gibt Spuren, Hinweise, die man, wenn sie auftauchen, vielleicht noch gar nicht als solche erkennt, Geheimnisse, mysteriöse Vorfälle und Vergangenes, das nach und nach in die Gegenwart zu dringen scheint.
Obwohl ab bestimmten Punkten in der Geschichte Dinge vorhergesehen werden können, bleibt immer die Frage, wie sie sich wohl auflösen werden und was noch dahinter steckt.
Das Ende kommt relativ plötzlich, was aber durch einen Epilog wieder ausgeglichen wird, der eine Richtung verrät, wie es weitergehen kann.

Eine große Stärke des Buchs liegt auch in den Figuren, die ich als sehr authentisch, wenn natürlich auch nicht alle sympathisch empfunden habe. Besonders Alexei ist ein faszinierender Charakter, dem die Autorin allerdings auch ganz schön viel zumutet.
Leo hat mir mit ihrer selbtbewussten und hilfsbereiten Art insgesamt gefallen; manchmal hätte ich sie mir jedoch Alexei gegenüber ein bisschen einfühlsamer gewünscht - sie hat auf mich nicht immer den Eindruck gemacht, dass er ihr wirklich viel bedeutet.

Ich habe gemerkt, dass ich immer wieder zu dem Buch greifen musste (übrigens ist es sehr gut als Ablenkung fürs Klausurenlernen geeignet!), und kann sagen, dass es mir insgesamt richtig gut gefallen hat. Es wird auf jeden Fall einen Platz im Regal bekommen.

(Für wen) Lohnt es sich?


Für die Zielgruppe, also Mädchen ab ca. 15/16 Jahren, und alle, die Jugendromane mit einem Mix aus Romantik und Thrill mögen, lohnt es sich definitiv. Ich kann mir vorstellen, dass für eingefleischte Thrillerfans vielleicht die Liebesgeschichte etwas zu viel Raum einnimmt und das Ende nicht vollkommen zufriedenstellt.
 

In einem Satz:


"In einer Sommernacht wie dieser" ist ein stimmungsvoller und authentischer Jugendroman, der mit viel Gefühl und einer verwickelten Hintergrundgeschichte für Spannung und perfekte Sommerunterhaltung sorgt.


Herzlichen Dank für das Rezensionexemplar an den Verlag und die Netzwerk Agentur Bookmark!

Montag, 25. Juli 2016

Die Hüterin der Geschichten - Lisa Wingate

Rezension zu "Die Hüterin der Geschichten"
von Lisa Wingate


Broschiert, 380 Seiten
Verlag der Francke-Buchhandlung GmbH (1. Mai 2016)
ISBN-13: 978-3868275933
Originaltitel: The story keeper
Mehr Infos, Leseprobe & Bestellmöglichkeit

Worum geht's?


Vielleicht ging es bei dieser Reise gar nicht darum, dass ich eine längst vergessene Geschichte ausgraben oder in Druck bringen sollte. Vielleicht ging es die ganze Zeit nur um meine Geschichte. Darum, ein neues Kapitel zu schreiben, statt herauszufinden, was vor langer Zeit geschrieben worden war. (S. 269)
Jen hat ihre Vergangenheit hinter sich gelassen. Sie ist nicht mehr Jennia Beth, das unterdrückte Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen. In New York hat sie es zu einer erfolgreichen Lektorin gebracht und gerade einen neuen Job beim renommierten Vida House angetreten.
Eines Morgens findet sie ein altes Manuskript auf ihrem Schreibtisch - ein Kollegenscherz? Ein Test, wie die Neue reagieren wird? Jen ist fest entschlossen, sich nicht reinlegen zu lassen.
Doch das Manuskript zieht sie wie magisch an, und bald schon kommt sie nicht mehr los von der komplikationsreichen Liebesgeschichte von Sarra und Rand, die im 19. Jahrhundert in den Appalachen spielt.
Als sie sich auf die Suche nach dem Autor begibt, wird es unerwartet eine Reise in ihre eigene Vergangenheit - die vielleicht doch noch nicht so weit hinter ihr liegt, wie Jen es gern hätte ...

Was mich neugierig gemacht hat:


Auch wenn ich bisher selbst noch kein Buch von Lisa Wingate gelesen hatte, war mir der Name, z.B. von ihrer Moses Lake-Reihe, ein Begriff.
Mit der "Hüterin der Geschichten" war meine Neugier nun nicht mehr zu bremsen. Eine Geschichte über Geschichten - und dann noch auf verschiedenen Zeitebenen, mit einer Protagonistin, die in einem Verlag arbeitet? Must-Read, definitiv.

Wie es mir gefallen hat:


Schon der Einstieg in die Geschichte hat mir außerordentlich gut gefallen - von der ersten Seite an war ich mittendrin in Jens Leben, selbst wenn sie dem Leser in den ersten Kapiteln nur wenige Einblicke in ihre Vergangenheit gewährt - das macht es nur noch spannender.
Bevor die Dinge richtig in Gang kommen, lässt die Protagonistin uns ein bisschen an dem Verlagsalltag in New York teilhaben, was mich persönlich sehr interessiert hat.

Mit dem geheimnisvollen Manuskript gerät dann die Haupthandlung ins Rollen.
Mitzuerleben, wie Jen in ihre alte Heimat zurückkehrt, mit ihren Kindheitserinnerungen kämpfen muss und auf ihrer Suche nach dem Autor auf ein Hindernis nach dem anderen stößt, war wunderbar. Im Hintergrund blieben immer die großen Fragen: Was hat es mit Rands und Sarras Geschichte wirklich auf sich? Und zugleich: Wie sieht Jens eigene Geschichte aus?

Das Buch ist emotional, es geht in die Tiefe, es zeigt Kluften zwischen Menschen und manchmal auch Brücken über diese Kluften. Es gibt auch Spannungsmomente und Geheimnisse, auf deren Auflösung man lange nicht kommt.

Das Einzige, was ich mir noch ein bisschen runder gewünscht hätte, ist das Ende. Die Autorin hat so viele Fäden aufgenommen und Nebenfiguren eingeführt, dass sie zum Abschluss des Buches nicht mehr allen ganz gerecht werden kann und einige Dinge, die ich gern noch erfahren hätte, einfach unter den Tisch fallen.
Dadurch, dass das Ende nur durch einen Epilog erzählt wird, hatte ich das Gefühl, es sei alles etwas zu schnell gegangen. Hier hätten es ruhig noch ein paar Seiten mehr sein dürfen.

Insgesamt ein wunderbares Buch, das ich sehr gern gelesen habe!

(Für wen) Lohnt es sich?


"Die Hüterin der Geschichten" ist eine sehr authentische und berührende Geschichte für alle, die gern realistische Familienromane mit einer kleinen historischen Schiene mögen - und natürlich für alle, die Geschichten an sich lieben.
Es gibt gute Denkanstöße zum christlichen Glauben, aber da auch die Protagonistin selbst sich durch ihre Vergangenheit sehr davon distanziert hat und nur langsam ins Grübeln gerät, ist es auf keinen Fall ein Buch, mit dem Nichtchristen nichts anfangen können.
 

In einem Satz:


"Die Hüterin der Geschichten" ist eine ruhige aber umso intensivere Geschichte über die Macht von Geschichten, über Glaubensfragen, die Schwere unglücklicher Umstände und die Schattenseiten von Familien, aber auch über die Chance von Neuanfängen.

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars zur Teilnahme an der Lovelybooks-Leserunde!

Donnerstag, 21. Juli 2016

Die Macht, das Mädchen, der Mythos

Liebe alle,

nach einiger Zeit kann ich heute wieder eine Schwarz-Weiß-Zeichnung zeigen, im Auftrag gezeichnet (danke nochmal, Robert!).
Im Folgenden also Rey, in Star Wars 7: Das Erwachen der Macht verkörpert von Daisy Ridley:

"Rey", 29,7 x 40 cm, Bleistift auf Bristolkarton, 2016

Habt ihr den Film gesehen? Seid ihr Star-Wars-Fans und fiebert dem achten Teil entgegen?
Lasst mir doch gern einen Kommentar da! :)


 


Alles Liebe,

Miriam (die gestehen muss, keinen einzigen Star-Wars-Teil gesehen zu haben)

Donnerstag, 14. Juli 2016

Ein Blick in mein Skizzenbuch Nr. 2


Hey Leute,

heute könnt ihr euch das Video zu einem weiteren meiner Skizzenbücher anschauen. Ich hoffe, euch gefallen die Zeichnungen - auch diese sind in einer Bewerbungsmappe gelandet.

Falls ihr selbst zeichnet oder damit anfangen möchtet, Skizzenhefte sind ideal zum Üben. Empfehlen kann ich euch die Marke Hahnemühle.
Das Heft aus dem Video ist ein Hahnemühle TRAVEL Booklet. Es hat ein schönes Format (13,5 x 21 cm), relativ dickes Papier, das allerdings nicht ganz fein ist, dafür aber ideal für schnellere Skizzen mit weichen Bleistiften.

Lasst mir gern einen Kommentar da - könnte meine Laune heben ;)

Alles Liebe und schonmal ein schönes Wochenende,
Miri

Anmerkungen, in der gezeigten Reihenfolge:
  1. Ententeich beim Post Tower im Park hinter der Deutschen Welle, Bonn
  2. Nahe den Rheinauen, Bonn
  3. Bank in der Nähe der Rheinauen
  4. Konrad-Adenauer-Brücke, Bonn
  5. in der Deutschen Bahn
  6. Bushaltestelle vor meinem Wohnungsfenster
  7. Theodor-Heuss-Brücke, Mainz
  8. Stadtpark, Mainz
  9. s.o.
  10. Blick von Evelyns Dachterasse
  11. Rheinpromenade, Mainz
  12. Heussallee, Bonn
  13. bei der Sportanlage Wasserland, Bonn-Kessenich
  14. Blick in den Nachbargarten meiner Großeltern
  15. Blick hinter's Elternhaus
  16. Schaukel in unserm Garten
  17. Kakteenhaus meines Vaters, Terasse
  18. Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonner Innenstadt
  19. Blick aus dem Garten meiner Wohnung
  20. Turm der Friedenskirche in Bonn-Kessenich
  
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