Samstag, 9. September 2017

The School for Good and Evil 1 - Soman Chainani

Rezension zu
"The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben"
von Soman Chainani


Hardcover, 512 Seiten
Ravensburger Buchverlag (23. September 2015)
ISBN-13: 978-3473401277
Band 1 von 3

Worum geht's?


Sophie freut sich schon seit Jahren darauf, dass der Schulmeister sie aus dem verschlafenen Dorf Gavaldon entführen wird, damit sie ihre Ausbildung zur richtigen Märchenprinzessin an der Schule der Guten beginnen kann.
Agatha hat nur eine einzige Freundin: Sophie. Sie selbst erfüllt alle Eigenschaften für die typische Böse - sie ist hässlich, wenig graziös und lebt in einem Haus beim Friedhof. 
Es kommt, wie es kommen muss, und der Schulmeister holt beide Mädchen. Doch Sophie wird in die Schule für Böse gesteckt, während Agatha sich zwischen angehenden Prinzessinnen wiederfindet. Da kann es sich doch nur um eine Verwechslung handeln, oder?

Was mich neugierig gemacht hat:


Ich mag Märchen, ich mag Märchenadaptionen, und auch wenn ich mich mehr im YA-Bereich zu Hause fühle, konnte ich bei diesem Buch, das eigentlich in erster Linie eine jüngere Zielgruppe ab ca. 12 Jahren anspricht, nicht widerstehen. 
Ich war sehr neugierig, wie die Ausbildung der Guten und Bösen in den beiden Schulen wohl aussehen würde, und außerdem hat das Cover mich gereizt. Der illustrative Stil gefällt mir sehr gut und passt wunderbar zum Buch.

Wie es mir gefallen hat:


Lang hat das Buch nicht gebraucht, um mich in seinen Bann zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten ließ sich erahnen, wie ideenreich der Autor die Welt seiner Geschichte gestaltet hat. Auf raffinierte Weise schafft er alle Bedingungen für ein Märchen und versieht dabei jedes Detail augenzwinkernd mit einer gewissen Skurrilität oder einem ironischen Verweis auf diverse Klischees.
Die Figuren sind, passend dazu, zunächst sehr karikativ gezeichnet: die strahlende, etwas oberflächliche Sophie auf der einen Seite, die unliebsame, schmutzige Agatha auf der anderen. Auch hier greift der Autor tief in die Klischeekiste und spielt gekonnt mit den Eigenschaften typischer Märchenfiguren.

Ich weiß nicht, wie oft ich beim Lesen lachen musste, aber ich kann sagen: sehr oft. Es ist wirklich unglaublich, wie viele witzige Einfälle hier eingebracht werden. Der Unterricht, die Schüler, das Wetteifern der Mädchen um die Prinzen - die Geschichte ist zum Schreien komisch, und gleichzeitig gibt es auch immer wieder tiefere Momente, in denen es um große Fragen geht wie: Wie viel Macht haben die Vorstellungen und Vorurteile anderer über uns? Was kann eine Freundschaft aushalten, wie weit kann sie gehen? Kann man dem Weg entgehen, der für einen vorgezeichnet scheint?
Soman Chainani hat die Entwicklung beider Protagonistinnen sehr überzeugend aufgerollt und vermittelt dabei klare Botschaften an die Leser. Die Spannung kommt dabei auch nicht zu kurz und die Lust auf die Folgebände wird auf jeden Fall geschürt.

(Für wen) Lohnt es sich?


"The School for Good and Evil" lohnt sich für alle jungen und junggebliebenen Märchenfans, die vor einem dicken Schmöker nicht zurückschrecken und die Freundschaft,  Fantasie, Humor und Abenteuer groß schreiben.

In einem Satz:


Der Auftakt der "The School for Good and Evil"-Reihe ist unterhaltsam, süß, fantasievoll, originell und nimmt so manches Klischee gewaltig aufs Korn, ohne dass die Geschichte dabei an märchenhaftem Charakter verliert.
 

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